Honest thoughts on working as a self employed mum
DEAREST BRAVE COMMUNITY,
Letztes Wochenende habe ich erstmals seit der Geburt meines Sohnes ein ganzes Wochenende Ausbildung gegeben. Und diese Woche die ersten 1:1 online Coachings gegeben.
Und ja, es hat sich so gut angefühlt wieder im Space zu sein und meiner Berufung als Coachin nachzugehen und mit dieser unglaublich inspirierenden, warmherzigen und mutigen Ausbildungsgruppe zusammen zu arbeiten.
Ich konnte in der Mittagspause stillen und während den kleinen Pausen abpumpen - es bedarf alles etwas mehr Planungsaufwand, aber alles ist möglich!
Die Zeit vor dem Wochenende und am Morgen des ersten Ausbildungstages sind in mir viele konträre Gefühle aufgekommen, viele Gedanken und auch Ängste, die ich gerne teilen möchte.
Denn wenn es nur einer Mutter so geht, wie mir und sie sich darin gesehen fühlt, oder motiviert ist, ihren ganz eigenen Weg als Mama zu gehen, hat es sich schon gelohnt, diese Zeilen zu schreiben.
Ich habe mich vor dem Wochenende ertappt, wie ich mich (unter anderem) fragte:
‘Werde ich beurteilt, dafür, dass ich SCHON wieder arbeite?’
’Werde ich beurteilt dafür, dass ich jetzt ERST wieder anfange zu arbeiten?’
Am Morgen, als ich in den Space losgefahren bin, haben mich Schuldgefühle geplagt, meinem Sohn und meinem Mann gegenüber (ja ich bin nicht stolz darauf! und ich frage mich, welcher Mann hat diese Schuldgefühle, wenn er morgens das Haus verlässt?!)
Seit ich Mama bin, stelle ich fest: jede*r hat eine Meinung zum Mama sein! Sehr sehr gerne auch ungefragt.
Ich werde überschüttet mit (gut gemeinten) Ratschlägen und Meinungen und werde bewertet und beurteilt.
Dahinter steckt auch eine gute Nachricht:
Ich kann es gar nicht ‘richtig’ machen im Auge der anderen, daher habe ich mich dazu entschieden:
I might as well not give a f**ck.
Oder, wie mein Vater immer zu mir sagte: ‘Was stört es eine deutsche Eiche, wenn die Sau sich an ihr reibt?’
JETZT ist die beste Zeit, mich wirklich von Bewertungen im Außen zu lösen und einfach den Weg zu gehen, der für mich und uns als Familie funktioniert.
Dahinter steckt also ein riesen Entwicklungspotential und ein Befreiungsschlag für mich.
Seit ich Mama bin spüre ich, wie eine Wut in mir größer geworden ist:
eine Wut darauf, wie weit wir noch von Gleichberechtigung entfernt sind.
Seit ich natürlich und Medikationsfrei entbunden habe, habe ich noch viel mehr Respekt vor Frauen, als ich es eh schon habe.
Als Mama zu erfahren, wie viel wir als Frauen geben und wie wenig davon gesehen oder wertgeschätzt wird. Wie viel davon als selbstverständlich gesehen wird (gesellschaftlich).
Jeder Mensch kommt durch eine Frau auf diese Welt und trotzdem ist der Frauenhass in teilen der Welt unglaublich groß. Das ist so dermaßen in Schieflage.
Frauen sind weiterhin am stärksten von Altersarmut betroffen. Frauen verdienen weiterhin weniger als Männer.
Was tun mit dieser Wut?
Ins Handeln kommen. Jetzt erst recht! Ich bin Teil des Systems, wenn ich mich verändere, verändert sich auch das System.
Anstatt meine beruflichen Ambitionen zurückzuschrauben, frage ich mich: was ist meine Vision für das kommende Jahr?
Und ich möchte mich das aber nicht aus einer Härte heraus fragen, sondern aus einer liebevollen, sanften Energie heraus. Also nicht im Sinne von: mit dem Kopf durch die Wand meine Ambitionen durchboxen, sondern als Mama UND als Coachin.
Denn ich bin sehr gerne Mama und ich bin sehr gerne Coachin.
Was (noch) tun mit dieser Wut?
Sie mitteilen. Darüber sprechen, mich mit anderen Frauen UND Männern darüber austauschen.
Diesen Newsletter schreiben und vielleicht dich dazu inspirieren, darüber nachzudenken, für dich loszugehen, dir Unterstützung zu holen, dich gesehen zu fühlen.
WHAT WOULD LOVE DO?
Auch hier unterstützt mich der Leitsatz des Brave Space ungemein. Denn es geht hier nicht um ein GEGENEINANDER, sondern um ein MIteinander. Nicht um Opfer Täter.
Wie kann ich losgehen aus der vollen Liebe für mich, meine Vision, meine Familie?
Und so schreibe ich diese Zeilen für dich und für mich, als liebevoller reminder, genau das zu tun, was sich stimmig anfühlt und nicht das, was vermeintlich erwartet wird.
Das kostet Mut und Reflexionskraft - denn die Stimmen im Außen sind so laut, dass wir oft unser Herz gar nicht mehr hören können.
Wenn du dir Unterstützung dabei wünschst, wieder besser zu verstehen, was dir und deinem Herzen eigentlich entspricht: Melde dich gerne bei mir, ich bin ab sofort wieder mit Coachings für euch da (wesentlich weniger als üblich, daher be quick.)
LOVE
Katha